Ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus - Munster
Verabschiedung Dorothea Brand In einem feierlichen Gottesdienst der Familienkirche am 27. August verabschiedete der Kirchenvorstand der ev.- luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus Militärpfarrerin Dorothea Brand nach mehr als acht Jahren Dienst in Munster. Ergreifend war der Segenskreis rund um das ganze Kirchenschiff, bei dem die Gottesdienstteilnehmer einander wie in der Familienkirche üblich in den goldenen Segensreifen eintauchen ließen. Superintendent Heiko Schütte vertrat den Kirchenkreis Soltau, der Stellvertreter des leitenden Militärdekans Armin Wenzel Martin Jürgens die ev. Militärseelsorge und Dr. Detlef Rogosch Rat und Verwaltung der Stadt Munster. Für das Aufklärungslehrbataillon 3 aus Lüneburg war Herr Oberstleutnant Benjamin Hoppe mit Familie anwesend. Viele Vertreter von Institutionen und Gruppierungen, in denen Pastorin Dorothea Brand präsent gewesen war, hatten es sich nicht nehmen lassen, an diesem fröhlichen Gottesdienst teilzunehmen. Der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Hauptmann Andreas Anft stellte zu Beginn seiner Dankesrede fest, dass das Jahr 2017 wohl als ein Jahr großen Wechsels in die Chronik der Kirchengemeinde eingehen werde, weil drei Pastoren und eine Pfarrhelferin die Gemeinde verließen. Aber so sei wohl der Lauf der Zeit. Anft erinnerte besonders an Brands Arbeit mit Kindern in der Kirchengemeinde, ihr „Steckenpferd“ und „Schlachtschiff“ Familienkirche, aber auch die Leitung von Familien- und Frauenkreis. All das war zu leisten neben den hauptamtlichen Seelsorgeverpflichtungen an den Standorten in Lüneburg, Mölln und Munster, wo das Sanitätsunterstützungszentrum, das Kraftfahrausbildungszentrum, das wehrwissenschaftliche Institut und das Bundeswehrdienstleistungszentrum zu betreuen waren. Und damit waren Sonderaufträge im Dekanat wie die Sonderrüstzeiten „Helm ab - Hut auf“ für angehende soldatische Ruheständler im Sunderhof in Seevetal (bis 2016) und Projekte im „Arbeitsfeld Seelsorge an unter Einsatzfolgen leidender Menschen“, kurz: an PTBS erkrankten Soldaten und deren Familien, noch gar nicht genannt. Aber auch die Teilnahme an den evangelischen und ökumenischen Kirchentagen für die Militärkirchengemeinde, zuletzt im Mai diesen Jahres in Berlin, wurden von Pfarramt Munster II über all die Jahre geleitet und mitgestaltet. Anft schloss: „Auch wenn du in einigen Dingen nicht immer die Wertschätzung und Akzeptanz erhalten hast, die sicherlich angebracht gewesen wäre, hast du dich nicht davon abbringen lassen, deinen Auftrag der Seelsorge und Verkündigung mit viel Herz und menschlicher Wärme nachzukommen. Ich persönlich sage Danke für die gemeinsam verbrachte Zeit in den Gottesdiensten, bei Sitzungen des Kirchenvorstands, Veranstaltungen der Gemeinde, Kirchentagen, Weiterbildungen und Gesprächen. Eine Zeit in der ich Deine persönliche Art, aufrichtig, ehrlich und uneigennützig, schätzen und lieben gelernt habe. Sie wird mir fehlen. Für mich war es eine gute und erfolgreiche Zeit.“ Ein Bild der Stephanuskirche wurde als Dank zur Erinnerung überreicht mit guten Wünschen und der Bitte um Gottes Segen für die Arbeit an der neuen Dienststelle in Eutin. Der Empfang klang mit Liedern und Musik auf der Wiese aus, als viele bunte Luftballons mit guten Wünschen zu einem Segenslied Eckart Bückens in den Himmel stiegen. Text und Foto: Jobst Reller