Ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus - Munster
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"Auf Luthers Spuren in Erfurt" Bevor sich der Thesenanschlag und damit der Beginn der Reformation 2017 zum 500. Mal jährt, veranstaltete das Ev. Militärpfarramt Munster III mit seinem Ehepaarkreis ein Wochenende  -  nicht  nur  auf   den Spuren Luthers - in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Bei herbstlichem Wetter fuhren 27 Gemeindemitglieder in einem Bus nach Neudietendorf. Trotz der vielen Staus und Umleitungen herrschte sehr gute Stimmung und die Gruppe erreichte nach gut sieben Stunden Fahrt u.a. durch den Harz die Unterkunft im Zinzendorfhaus in Neudietendorf. Militärpfarrer Dr. Jobst Reller und sein Pfarrhelfer Christian Sell hatten ein umfassendes und interessantes Programm vorbereitet. Da die meisten der Gruppe vorher noch nicht in Erfurt waren, war der thematische Einstieg am ersten Abend unter dem Motto „Erfurt, Luther, Zinzendorf – drei Unbekannte an einem Abend“ sehr informativ. So wurde ihnen auch erläutert, dass der Namensgeber des Hauses, Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und Pottendorf ein deutscher lutherischer Theologe, Gründer und Bischof der Herrnhuter-Brüdergemeinde („Brüder-Unität“) und Dichter zahlreicher, noch heute gesungener Kirchenlieder war. Am Morgen des zweiten Tages stand die Führung durch das Augustinerkloster zu Erfurt auf dem Programm. Hier wurden das anfängliche Leben und Wirken Luthers dargestellt. Im Frühjahr 1501 begann Martin Luther sein Studium an der Universität Erfurt. Nach dem Grundstudium folgte auf  Wunsch seines Vaters 1505 ein Studium an der Juristenfakultät. Während der Führung wurde berichtet, dass Luther am 02. Juli 1505 nach dem Besuch seiner Eltern in Mansfeld auf dem Rückweg nach Erfurt von einem schweren Gewitter überrascht wurde, Todesangst hatte und lauthals das Gelübde ausgerufen haben soll: „Hilf du, heilige Anna, ich will ein Mönch werden!“ Weshalb der junge Luther gerade dieses Gelübde ablegte, einen kirchlichen Lebensweg und diesen auch noch im Kloster der Augustiner- Eremiten in Erfurt einschlug, ist bis heute nicht geklärt. Luther trat daraufhin am 17. Juli 1505 vorerst gegen den Willen seines Vaters in dem Kloster ein. Hier lebte er die Ordensregeln so genau, dass er schon am 27. Februar 1507 zum Diakon und im selben Jahr noch am 04. April zum Priester geweiht wurde. Nicht nur bei der Führung im Kloster auch beim anschließenden Stadtrundgang „auf den Spuren Martin Luthers“ lernte die Gruppe weiter Vieles vom Leben und Wirken Luthers in Erfurt, aber auch die Vielfalt an Sehenswürdigkeiten der Stadt selbst wie die Krämerbrücke, den Dom, die vielen weiteren Kirchen oder die Zitadelle kennen. Die Ehepaarkreisler zeigten sich begeistert von der Stadt Erfurt. Am Sonntag wurde die Familienrüstzeit mit der Teilnahme am Erntedankgottesdienst in der Brüderkirche zu Neudietendorf abgeschlossen. Text: Herr Engel / Foto: Herr Nehmer