Ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus - Munster
Gemeindebeirat Gemeindebeirat in der Militärkirchengemeinde St. Stephanus in Munster Endlich! Nach 7 Jahren hatte auch ich einmal die Möglichkeit dem Gemeindebeirat beizuwohnen. Woran lag es? Ganz einfach: ich hatte  bisher jeden Mittwoch, an dem diese Beiratssitzungen stattfanden, Dienst an meinem Seelsorgestandort in Lüneburg und konnte so nicht an einer Beiratssitzung teilnehmen. Dann die gute Nachricht: „Liebe Frau Jürries, wir haben beschlossen, die nächsten Gemeindebeiratssitzungen auf donnerstags zu verschieben. Damit hätten Sie auch einmal die Möglichkeit, daran teilzunehmen“. Wow, dachte ich mir, nach so langer Zeit, endlich mal dabei zu sein, mittendrin und der Gemeinde wieder ein Stückchen näher sein. Mmh, die Freude war groß und im nächsten Augenblick kam die Frage auf: was macht ei-gentlich so ein Gemeindebeirat? Was wollen die von mir? Nach Öffnen unserer Internetseite und unter der Rubrik „Gemeinde“ fand ich dann auch den Unterabschnitt „Gemeindebeirat“. Hier steht geschrieben, dass der Gemeindebeirat aus haupt- und nebenamtlichen MitarbeiterInnen der Gemeinde besteht, dass es keine Interessengemeinschaft, sondern eine Arbeitsgruppe darstellt und aus Vertretern aller Gruppen und Kreise der Gemeinde und der Militärseelsorge, der ich angehöre, besteht. Drei Pfarrämter der Militärseelsorge gibt es hier in St. Stephanus. Neben un-serer militärseelsorgerischen Arbeit für Soldaten und deren Angehörigen leisten diese drei Pfarrämter ehrenamtlichen Dienst in Deutschlands „einziger“ Militärkirchengemeinde. Weiter steht geschrieben, dass der Gemeindebeirat den Kirchenvorstand unterstützt. Bei uns sind das, neben Gottesdienste, wie auch bei anderen kirchlichen Gemeinden, Feste der Gemeinde, Konzerte, Ausstellungen und vieles mehr. Auch wird ein Vertreter für den Ökumene- Ausschuss entsandt. Es gibt sogar eine Satzung und man trifft sich sechs- bis achtmal im Jahr zu einer Sitzung. Mittlerweile habe ich an einer Sitzung teilgenommen. Wir haben für unser geplantes Sommerfest Feinabsprachen vorgenommen. Da ging es um Auf- und Abbauhilfen, wer mit einer Kühleinheit aushelfen und sie betreiben kann oder aber, wer den Spüldienst und wie lange übernimmt. Viel gab es zu überlegen, zu überdenken und zu beachten. Wieder ein Beweis für mich, dass Gemeinde nur mit und von Gemeinschaft lebt und erst mit Ehrenamt richtig lebendig und deutlich wird. Ich fühle mich der Gemeinde jetzt noch näher und freue mich auf viele schöne gemeinsame Veranstaltungen. Dazu fand ich bei Philipper 2, 2-5 folgende Worte: Darüber freue ich mich sehr. Vollkommen aber ist meine Freude, wenn ihr euch ganz einig seid, in der einen Liebe miteinander verbunden bleibt und fest zusammenhaltet. Weder Eigennutz noch Streben nach Ehre sollen euer Handeln bestimmen. Im Gegenteil: Seid bescheiden und achtet den anderen mehr als euch selbst. Denkt nicht an euren eigenen Vorteil. Jeder von euch soll das Wohl des anderen im Auge haben. Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild. Amen. Text: Dörte Jürries-Möller, Pfarrhelferin beim  Ev. Militärpfarramt Munster II