Adventsmusik mit Kindern
Ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus - Munster
Begeisterung beim Reformationskonzert in St. Stephanus Knapp 40 Sängerinnen des Kirchenchores St. Stephanus, das um Bratsche und Kontrabass verstärkte Streicherensemble „Consensus“ aus Hannover, Nicole Dellabona im Alt und Konstantin Heintel im Bass bereiteten unter Leitung von Kantor Michael Penkuhn-Wasserthal den Zuhörern in der St. Stephanus Militärkirche am Sonntagabend, den 17.09.2017, ein unvergessliches Erlebnis. Kantor Penkuhn-Wasserthal brachte aus Anlass des Jubiläums „500-Jahre Reformation“ eine von ihm komponierte Kantate für Chor, Soli und Streicher über das frühe Lied Martin Luthers „Nun freut euch, lieben Christeng’mein“ zur Aufführung. Luther dichtete dieses Lied 1523 überraschenderweise, als er vom Märtyrertod der ersten evangelischen Prediger in Belgien hörte. Er wollte die Anhänger der jungen ungeordneten und vielerorts schutzlosen evangelischen Bewegung trösten, ermutigen und vergewissern. In 10 Versen dichtete er eine Ballade über seinen  eigenen Glaubensweg von der Erfahrung tiefer Selbstzweifel bis zu dem Zeitpunkt, als er im Laufe des Ablassstreites die befreiende und unverdiente Gnade des Evangeliums von Jesus Christus für sich entdecken konnte. Nach einer frisch daher kommenden Eröffnung wird Strophe 1 in einer von Penkuhn-Wasserthal selbst komponierten und preisgekrönten Melodie vom Chor dargebracht. Der ermutigende Ruf „Nun freut euch“  wird in den verschiedenen Stimmen wie ein Echo immer wieder hin und her geworfen. Penkuhn-Wasserthal lässt in Vers 2 Violoncello und Kontrabass lautmalerisch in tiefen Basstönen die Ängste eines Lebens darstellen, das im Streben nach eigener Vollkommenheit angesichts eigener Mängel immer tiefer verzweifelt. In Vers 3 fallen Altsolo und Chor dazu ein. Der Spitzensatz spiritueller Erfahrung der lutherischen Reformatoren kommt zum Klingen. Freier Wille, der eigentlich Gott über alles lieben wollte, fand sich im Hass gegen Gott, den unbarmherzigen Richter, wieder. Wer anders als die Altstimme konnte in Strophe 4 vom Mitleid, dem „Jammer“ Gottes, über dieses Elend singen. Gott wendet sein Vaterherz zu. Weiterlesen: