Ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus - Munster
Festgottesdienst zum Reformationsfest in St. Stephanus Eine ansehnliche Christengemeinde versammelte sich am Reformationstag in der Militärkirche St. Stephanus zu einem wahrhaft festlichen Gottesdienst. Wir erinnern uns schließlich an den Beginn des folgenreichen Geschehens mit dem Anschlag der 95 Thesen durch Martin Luther vor 500 Jahren, mochte sich mancher gedacht haben. Eine entsprechend gute Stimmung stellte sich bereits ein, als die Verantwortlichen bemerkten, dass die Liederzettel zum Mitsingen und zum Verfolgen der Texte der vom Doppelchor gesungenen Weisen nicht ausreichten. Teilen war angesagt. Als der gastgebende Militärpfarrer Dr. Jobst Reller zum zweiten Mal vom sozialistischen Teilen sprach, meinte eine laute Stimme unter den Betern, dass es auch mit christlichem Teilen funktionieren würde. Gottesdienst war angesagt und deshalb ist hier keine Konzertkritik angebracht. Aber was die vereint unter der Leitung von Kantor Michael Penkuhn-Wasserthal auftretenden Chöre der Breloher Friedenskirche und der St. Stephanus Militärkirchengemeinde zum Gelingen des Gottesdienstes bewirkten, das war mehr als beachtlich. Die Gesänge aus der Deutschen Messe von Franz Schubert erklangen erst vor wenigen Wochen in der Sonntagsmesse in der St. Michaelkirche. Ein unvergesslichen Erlebnis! Aber auch für die Gottesdienstbesucher gab es Gelegenheit zum Singen von altem und weniger bekanntem Liedgut zur Ehre Gottes. Im Mittelpunkt – von der Abendmahlfeier einmal abgesehen – stand  die Predigt von Militärpfarrer Jobst Reller. Die Lesungen, Gebete und Abkündigungen waren den anderen Geistlichen und Laien aus den übrigen Gemeinden der Stadt vorbehalten. Der Prediger zitierte eingangs einen Kardinal, der geäußert hatte, dass den Katholiken zum 500. Jahrestag des Thesenanschlages nicht zum Feiern zu Mute sei. Anschließend machte er deutlich, was der Reformator durch sein Lebenswerk bewirkt hat. Er hat den Blick auf Gott, auf Jesus Christus gelenkt und das ist auch die Aufgabe jedes Christen in Gegenwart und Zukunft, Christus und seine Botschaft von der Liebe zu Gott und den Menschen im Auge zu behalten. Haben die Luther-Dekade und das jetzt zu Ende gehende Jubiläumsjahr etwas bewirkt, etwas hinterlassen, was uns weiter bringt, fragte Reller. Ja, wir haben alle neu und intensiver nachgedacht in der letzten Zeit. Auch in der Ökumene haben wir neue Akzente gesetzt. Nicht umsonst seht das Christus-Kreuz, das neue Symbol für das ökumenische Miteinander in Munster hier neben der Kanzel, das uns darauf hinweist, dass wir Christus nicht aus dem Blick verlieren dürfen. Anschließend war zum Empfang und zu Gesprächen in den Gemeindesaal eingeladen, aber viele wollten nach Hause. Dort wartete ein Luther-Film im Fernsehen und nicht zuletzt das Luther-Oratorium mit den 1000 Sängerinnen und Sängern. Unter ihnen auch Munsteraner. Test und Foto. Dietrich Breuer