Ev.-luth. Militärkirchengemeinde St. Stephanus - Munster
Gedanken zu Präsenzgottesdiensten zu Weihnachten in St Stephanus
Was ist den Menschen zu Weihnachten wichtig? Diese Frage stand auch über den intensiven Beratungen unseres Kirchenvorstandes zu der Frage, ob wir zu Weihnachten in St Stephanus Präsenzgottesdienste anbieten wollen. Außerdem gibt es ja die Handlungsempfehlungen unserer Landeskirche, zu denen die Bischöfe gesagt haben: „Wenn sie vor Ort die Handlungsempfehlungen unserer Landeskirche beachten, handeln sie verantwortungsbewusst, wir stehen voll hinter ihnen!“ Pastor i.R. R. Schwind hat in seiner Mail an die Menschen in der KG Munster geschrieben, dass wir alle Corona sehr ernst nehmen und alles vermeiden, was zu seiner Ausbreitung beitragen könnte. Aber wir möchten uns nicht von unsren geistlichen Wurzeln und Kraftquellen abschneiden lassen. Dem stimme ich voll zu. Mit Blick auf diese gedanklichen Grundlagen haben wir eingeladen und ca. 110 Menschen auch erreicht, die an den Gottesdiensten insgesamt teilgenommen haben. In den Jahren vor Corona waren es an Heiligabend 4-5-mal so viele. Die Menschen, die ich nachher gefragt habe, haben sich sicher gefühlt, waren traurig, dass sie nicht singen durften, haben die trotzdem feierliche Stimmung und die Musik des Kantors mit Unterstützung durch Flöten u.a. gelobt und uns in unserer Entscheidung letztendlich bestätigt. Das war natürlich auch nur möglich, weil ein Team von Haupt- und Ehrenamtlichen aus unserer Gemeinde diese Vorgaben praktisch umgesetzt haben und unsere Kirche durch ihre Größe, Höhe sowie „coronagerechte“ Aufstellung der Kirchenbänke, Abstand im Gehen und Sitzen sowie ausreichende Belüftung zulässt. Es sei hier allen gedankt, denen, die sich für die sichere Durchführung engagiert haben und denen, deren persönliche Entscheidung, trotz intensiver öffentlicher Diskussionen an einem der Gottesdienste teilzunehmen, dazu beigetragen hat, dass wir das Weihnachtsfest auch in diesem Jahr voller Hoffnung und Freude gemeinsam feiern konnten. Text und Bild: H.-J. Gottschlich