Weihnachten in St. Stephanus
Zwei Gottesdienste - ein Weihnachtsgeheimnis
Der Heilige Abend in unserer Gemeinde hatte in diesem Jahr zwei sehr unterschiedliche Gesichter - und gerade darin lag seine besondere Kraft.
Um 15 Uhr war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Familien, viele Kinder, viel Bewegung und Leben.
Im Krippenspiel wurde die Weihnachtsgeschichte so erzählt, wie sie bis heute wirkt: Menschen suchen einen Platz, stoßen auf verschlossene Türen - und finden ihn schließlich dort, wo niemand etwas Besonderes erwartet.
Die Kinder haben gezeigt: Gott kommt nicht ins Perfekte, sondern ins Einfache.
Nicht dorthin, wo alles stimmt, sondern dorthin, wo Platz ist. Und Weihnachten endet nicht an der Krippe - es beginnt dort, wo wir das Gesehene weitertragen in unseren Alltag.
Ganz anders - und doch genauso stimmig - war die Christmette um 22 Uhr.
In der Dunkelheit der Kirche, bei Kerzenlicht und Stille, wurde Weihnachten als das gefeiert, was es oft wirklich ist: ein leises Licht mitten in einer müden Welt.
Kein lauter Trost, keine schnellen Antworten. Sondern die Zusage: Gott ist da.
Nicht über den Dingen, sondern mitten darin. Er kommt nicht als fertige Lösung, sondern als
Gegenwart.
Zwei Gottesdienste, zwei Stimmungen - und doch dieselbe Botschaft:
Gott findet Wege zu uns. Laut und leise. Voll und still.
Und genau darin liegt die Hoffnung von Weihnachten.









